Samstag, 9. Dezember 2006

!Sendung auf arte!

Google zeigt mich, also bin ich

Am Dienstag, 12. Dezember 2006 um 20.40 Uhr zeigt arte in der Sendereihe "Themenabend" eine Dokumentation über die "Cybergeneration":

Eine Dokumentation von Stéphanie Kaim
Themenabend-Überblick
Die junge Generation von heute ist mit dem Handy in der einen, und der Maus in der anderen Hand aufgewachsen und verbringt mehr Zeit vor dem Computer, als mit den Eltern. Für die Cybergeneration ist das Internet die Verkörperung eines neuen Lebensstils. Der Film blickt hinter die Kulissen der Cyberwelt, die sich die Jugendlichen selbst im Internet erschaffen, und fördert dabei erstaunliche, amüsante, aber auch erschreckende Ergebnisse zutage.

Weitere Inhaltsbeschreibungen sind nachzulesen auf:
Programm Info
Internet, Online-Spiele, Chats und Blogs - schon sehr früh tauchen Jugendliche in eine virtuelle Welt ein, die keine Grenzen kennt. Das hat viele gute Seiten: Denn ist es nicht wunderbar, dass heute Kids aus Berlin oder Hamburg via Internet Freunde in New York oder Hong Kong haben können, dass sich Heranwachsende mit ein paar Mausklicks über alles, was in der Welt passiert, informieren oder ohne jegliche Finanzierung Musikgruppen gründen können?(...)

Das online-Dossier zum Themenabend:
Dossier
Der technologische Dschungel des Virtuellen ist den Teenies von heute oftmals vertrauter als das reale Leben. Den Eltern mögen My Space, Youtube, Msn oder Google nicht viel sagen, doch ihre Kinder kennen all diese Websites aus dem Effeff. (...)

Freitag, 8. Dezember 2006

Microsoft macht wieder Schlagzeilen

Microsoft startet Pilotphase seiner Online-Bibliothek
Artikel zu finden auf
YAHOO! Nachrichten
am Donnerstag, 7. Dezember 2006, 20:09 Uhr
Nach dem US-Internetriesen Google bietet nun auch der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft eine Online-Bibliothek an. Microsoft startete die Testphase für seine Bücherei Live Search Books, die mehrere zehntausend Buchtitel online verfügbar macht. Wegen der umstrittenen Rechtslage hinsichtlich des Urheberschutzes würden für die Pilotphase nur Bücher verwendet, für die kein Copyright mehr bestehe oder deren Veröffentlichung im Internet ausdrücklich erlaubt wurde, erklärte das Unternehmen.
(...)
Microsoft-Konkurrent Google hatte bereits im August sein Portal für den Zugriff auf Bücher eröffnet. Von der Website Google Book Search können Nutzer die digitalisierten Bücher herunterladen. Bei dem so genannten Gutenberg-Projekt arbeitet Google unter anderem mit den Universitätsbibliotheken von Harvard, Oxford und ebenfalls der New York Public Library zusammen.(...)

Web 3.0: Zwei-Klassen-Internet?

Auf Spiegel-Online steht ein interessanter Artikel über eine mögliche Zukunft des Internets:
Aufwendig und schnell, multimedial und doch empfangbar soll künftig nur der sein können, der tief genug in die Brieftasche greift - oder überhaupt greifen kann. Man muss kein Google-Aktionär sein, um zu sehen, dass dies das Ende des Internet wäre, wie wir es bisher kennen.

Wer Interesse hat findet den Artikel hier.

Donnerstag, 7. Dezember 2006

VoIP fürs Handy...

...Telefonieren mit dem Handy über das Internet bringt europäische Telekommunikationskonzerne ins Schwitzen...

Laut Yahoo!-Nachrichten von Donnerstag, 7. Dezember 2006, 07:51 Uhr soll VoIP nun auch die Welt des Mobilfunks auf den Kopf stellen :

Hamburg (dpa) - Das Telefonieren über das Internet, das vor einigen Jahren noch als skurriles Hobby von Online-Geeks abgetan wurde, hat auch in Deutschland längst ein breites Publikum erreicht.

Anbieter von "VoIP"-Diensten (Voice over IP) wie Skype, Vonage oder Sipgate hatten in den vergangenen Monaten einen erheblichen Anteil daran, dass die großen Telekommunikationskonzerne in Europa und dem Rest der Welt ihre Festnetztarife ständig senken mussten. Nun soll VoIP auch die Welt des Mobilfunks umkrempeln.

"Insbesondere bei Mobilfunk-Gesprächen ins Ausland werden die Handy-Besitzer derzeit gnadenlos abgezockt",sagt Hjalmar Winbladh, Gründer der schwedischen Firma Rebtel. (...)


Artikel zu lesen auf:
de.biz.yahoo.com

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Die Vision einer semantischen Wikipedia

Auf der ORF science page habe ich einen Artikel über die Verwirklichung eines "intelligenten" World Wide Web und die Vorstellung einer neuen Wikipedia auf der Konferenz "Semantics 2006" in Wien gelesen.

"Semantics2006": Vision einer neuen Wikipedia
Auf der Konferenz "Semantics2006" haben Entwickler die Vision einer neuen Wikipedia vorgestellt, die ihre Inhalte nicht nur präsentieren, sondern auch "verstehen" wird.
ORF science


Mehr dazu in futurezone.ORF.at:
futurezone 30.11. 2006 17:00

Auszug aus dem Artikel:
(...)Vision einer semantischen Wikipedia
Tag zwei der Konferenz, der unter dem Motto "Semantic Web 2.0" stand, startete mit einer Keynote von Denny Vrandecic von der Universität Karlsruhe. Vrandecic ist Mitentwickler des Projekts "Semantic MediaWiki", das Grundlage für eine semantische Fassung der Online-Enzyklopädie Wikipedia sein soll.
Einzelne Wikis werden dabei mit typisierten Links erweitert, sodass der Computer "versteht", in welchem Zusammenhang die Begriffe darin stehen.(...)
Wikipedia mit Semantic Web verheiraten
Als nächste Schritte sieht Vrandecic nun die "Hochzeit" von Wikipedia mit dem Semantic Web, die für ihn auch den Kickstart für die nächste Webgeneration bedeuten würde.(...)


Mit Ontoworld.org hat Vrandecic ein Wiki für die Semantic-Web-Community gestartet, das durchaus erkennen lässt, wie eine semantische Wikipedia funktionieren könnte. Charakteristisch sind die Factboxen auf jeder Site, in denen die Fakten zum Thema sowie ihre Verbindung dargestellt werden.
Ontoworld

Tim Berners-Lee hat für die Einführung des Semantischen Web eine Roadmap aufgestellt.
W3C-Website

Freitag, 1. Dezember 2006

Online Bewerbungen

Zur Diskussion der 6. Einheit fand ich einen Artikel im "Gewinn 12/06" (online). Rund 75 Prozent aller Bewerbungen langen bei Firmen bereits online ein – und mehr als 90 Prozent davon landen nach wenigen Minuten im Gelöscht-Ordner. Damit die Firma, bei der Sie sich bewerben, endlich auch Sie aus dem Meer der Online-Bewerbungen rausfischt, hat GEWINN 63 Personalchefs befragt, nach welchen Kriterien sie aussieben. Von Fini Trauttmansdorff, Ferdinand Waldstein und Erich Brenner.

Seminarrelevant ist hier das Ergebnis der Umfrage:
1. Zu wie viel Prozent erhalten Sie die Bewerbungen in elektronischer Form?
zu ca 90% und mehr --> 26
zu ca 70-80% --> 13
zu ca 60% --> 6
zu ca 40-50% --> 6
zu ca 30 % und weniger --> 8

2. Haben Sie eine spezielle Online-Bewerbungsmaske auf Ihrer Website?
ja --> 35
nein --> 28

3. Wie wichtig ist Ihnen ein Foto bei der Bewerbung?
wichtig --> 30
egal --> 29
wollen kein Foto --> 4

4. Was halten Sie von Bewerbungsschreiben, in die nur noch ein Link integriert ist?
stufen das als unerwünscht ein --> 41
sehen dies als Ergänzung --> 22

Wie man sieht, wird der Link zu einer personenbezogenen Site eher als unerwünscht angesehen. Ein Personaler drückt das sogar sehr direkt aus:
Das kostet Zeit, nur der Link ist inakzeptabel.
Genauso geht der Trend scheinbar wieder weg von kreativen Bewerbungen und hin zu klassisch-formellen.
Es ist also noch nicht an der Zeit, seine Bewerbungen (zumindest im breiten Feld der privaten Wirtschaft) mit einem persönlichen Weblog zu verlinken.

Montag, 27. November 2006

Kommentar zur 4ten Einheit

Es geht in der "Privatsphäre im Netz"- Debatte gar nicht im Kern um die Daten, die wir über uns selbst veröffentlichen. Das heißt: Es geht schon darum, aber das ist nicht der wichtige Punkt. Viel interessanter, wichtiger, kritischer sind die Daten, die andere über uns veröffentlichen.

Bilder auf Flickr, Weblogeinträge, Annotationen; es kommen immer mehr digitale Spuren über uns ins Netz, die wir nicht direkt selbst digital verursacht haben.
Es reicht, dass irgendwer ein Foto von uns auf einer Veranstaltung aufnimmt und es auf Flickr stellt. Ein anderer erkennt uns zufällig darauf und annotiert das Bild mit dem Namen - und schon weiß der Chef, dass man beim Fußballspiel und nicht krank war. Nicht mehr lange und Suchmaschinen werden auf Fotos Personen erkennen können - dann wird der Vorgang automatisiert (teilweise ja schon jetzt möglich!!!!!)

Es wird interessant sein, zu beobachten, wie sich eine "Daten-Ethik" in Weblogs, Fotodiensten und im Web allgemein entwickeln wird:
Nach welchen Regeln veröffentlicht man Daten über andere?
Ich finde zur Zeit ganz interessant, wie das Teenager in ihren Tagebuch- Blogs machen: Manche nennen ihren Klarnamen und die ihrer Freunde. Alle Sauforgien und Exzesse sind sauber dokumentiert im Netz und werden wahrscheinlich ewig personenbezogen auffindbar sein.
Hier ergibt sich dann in Folge das Problem (wie oben schon genannt), später einmal eine gute Arbeit zu finden. Denn über den, der heutzutage neu eingestellt wird, wird im Vorfeld heftigst recherchiert, ob er/sie ja eine „reine weiße Weste“ hat.

Andere gehen sehr differenziert mit Namen um, verwenden Pseudonyme, Kürzel oder Verfremdungen - zum Teil wohl, damit die Genannten die Einträge über sie selbst nicht finden können, zum Teil aber offenbar ganz bewusst, um die Identitäten der Be-bloggten (die mitlesen und manchmal mitkommentieren) zu schützen.

Daten über andere Personen zu veröffentlichen ist ein Eingriff in deren persönliche Rechte. Man muss behutsam damit umgehen.
Im Vorfeld muss man also den/die Betroffene;
• Fragen, bevor man ein Foto einer anderen Person veröffentlicht.
• Fragen, bevor man in Weblogeinträgen Bezug auf offline geführte Gespräche oder offline statttgefundene Treffen nimmt.
• Nachdenken, bevor man irgendwelche Daten mit persönlichen Daten einer anderen Person annotiert.


Weblogs verändern demnach unser Verständnis von Massenkommunikation. Die kleinen tagebuchartigen Webseiten werden ohne finanziellen Aufwand von Einzelpersonen geschrieben und erreichen die Leserzahlen von Tageszeitungen. Sie sind wirtschaftlich, und damit im Gegensatz zu vielen traditionellen Massenmedien auch inhaltlich unabhängig. Sie sprechen eine völlig neue Sprache, die der privaten Kommunikation ähnlich ist.

Die Blogosphere ist deshalb aber keine schreckliche Hölle der Wahrheit, sondern ein neuer Ort für Dialog mit den Bezugsgruppen und eine neue Möglichkeit Feedback zu generieren. Trotzdem muss man sich im klaren sein, das persönliche Daten für andere zugänglich gemacht werden und das dieser Vorgang nicht so ganz ungefährlich ist.

Fernseh-Revolution im Netz

Websites wie Youtube.com sorgen schon für Panik unter Fernsehmachern in den USA. Aber auch bei uns kostet das immer mehr Pulikum.
Die besten Sites:
Youtube.com
der Klassiker mit dem größten Angebot.
revver.com
Site, die Kreativen Anteil am Webkuchen gibt.
soapbox.msn.com
Von Microsoft.
MyVideo.de
Deutsches Angebot von Pro7.
ClipFish.de
RTL -Site.
video.google.de
Auch längere Clips. Viele Konferenzmitschnitte.



Artikel von Georg Holzer.
Nachzulesen in der November 2006 -Beilage "HIGHTECH SPEZIAL" der KLEINEN ZEITUNG, Seite 3.
KLEINE ZEITUNG multimedia

Die Beilage HIGH TECH SPEZIAL gratis zum Downloaden:
web -spezial download.pdf

Kärnten bekommt sein eigenes Wikipedia

In der November 2006-Beilage "HIGHTECH SPEZIAL" der KLEINEN ZEITUNG auf Seite 12 fand ich einen Artikel von Georg Holzer mit dem Titel "Kärnten bekommt sein eigenes Wikipedia".

Ein Deutscher bastelt am "Kärnten-Wiki".
Es soll ein umfassendes Lexikon werden, an dem jeder mitschreiben kann.
Das Projekt steht noch ganz am Anfang.


Kärnten-Wiki

Samstag, 25. November 2006

Bloggen in Europa

Von der Webseite der Schweizer Online PC (24.11.2006): erfahren wir:

Franzosen sind die aktivsten Blogger

Rund drei Prozent aller europäischen Internet-Nutzer schreiben Blogs, schätzt das Marktforschungsunternehmen Forrester Research. Die Onliner in den Mittelmeer-Ländern sind am kommunikativsten. Frankreich, Italien und Spanien vereinen 57 Prozent der rund vier Millionen europäischen Online-Tagebuchautoren auf sich. Frankreich ist mit fast einer Million das führende "Blog-Land" Europas. Deutschland hinkt dagegen mit nur 13 Prozent hinterher. Diese und weitere Ergebnisse der Studie "Profiling European Bloggers" hat das Marktforschungsunternehmen auf dem Forrester Consumer Marketing Forum in London vorgestellt.

Diese Eigenschaften kennzeichnen laut Forrester Research einen typischen Web-Journal-Autoren: jung, intensiver Internet-Nutzer, "Early-Adopter" neuer Technologien und weltoffener als das durchschnittliche Webpublikum. Da knapp 80 Prozent täglich ins Netz gehen, um ihre Emails zu lesen, Beiträge zu schreiben oder zu lesen, ist es nicht verwunderlich, dass sie mehr Zeit im Web als vor dem Fernseher verbringen. Forrester Research hat herausgefunden, dass diese Nutzer 16 Stunden pro Woche aktiv im Internet sind. Das sind fünf Stunden mehr als der Durchschnitt.


Weiter Berichte hierzu: Pointblog
"Selon cette étude Forrester, il y aurait 985 000 blogueurs actifs en France, 725 000 en Italie, 686 000 en Espagne, 656 00 en Grande Bretagne, 560 000 en Allemagne, 343 000 aux Pays Bas, et 248 000 en Suède. Soit un total de 4 203 000 blogueurs actifs dans ces 7 pays européens. On note aussi que 57 % des blogueurs de ces 7 pays européens seraient des blogueuses."

Ein Blog aus der Redaktion der Computerwoche (15.11. 2006) betont den weiblichen Anteil an der Nutzung von Blogs:

"Der typische Betreiber eines Weblogs ist übrigens weiblich (57 Prozent), hat eine höhere Ausbildung (47 Prozent), geht jeden Tag online (78 Prozent), verbringt wöchentlich 16 Stunden im Netz — worunter TV- und Printmedien-Konsum leiden — und ist ein “Technology Optimist” (was immer das bedeuten mag)."


Dort auch eine kurze Diskussion

Freitag, 24. November 2006

Kommentar zur 6. Sitzung: Teilidentitäten und virtuelle Gemeinschaften

Mein Kommentar zur Authentizität von Weblogs bezieht sich auf die sogenannten „Patchwork-Identitäten“ – der Konstruktion von Identitäten in der Spätmoderne. 2003 setzte sich Heiner Keupp aus der Sicht der Sozialpsychologie mit dieser Thematik auseinander. Unter Zuhilfenahme der Metapher des „Patchworks“ versucht er, die Mechanismen der Identitätsbildung freizulegen (Kategorien: Arbeit, Liebe, soziale Beziehungen und kulturelle Verortung). Als eine dieser Teilidentitäten sieht Heiner Keupp virtuelle Gemeinschaften, die sich mit der verstärkten Nutzung des Internets gebildet hätten und die - wie im Seminar angesprochen - ein „Gefühl der Zusammengehörigkeit“ erzeugen könnten. Was soviel hieße, dass der Mensch der Spätmoderne an verschiedenen Gemeinschaften partizipiert. H. Keupp’s Hypothese lautet daher: „Das Subjekt als Vielheit,“ während Max Weber noch meint, das „Identitätsgehäuse“ des modernen Menschen werde durch die Mächtigkeit der Wirtschaftsordnung zwanghaft bestimmt und erfordere daher eine „Unterwerfung unter ein rigides Über-Ich“während „das eigenständige kritische Ich gegen die errichtete Gewissensinstanz nur geringe Gewissensspielräume“ habe. Für die gegenwärtige pluralistische Gesellschaft aber konstatiert H. Keupp einen „Wandel von geschlossenen und verbindlichen zu offenen und zu gestaltenden sozialen Systemen“.
„Nichts ist mehr selbstverständlich so wie es ist; es könnte auch anders sein; was ich tue und wofür ich mich entscheide, erfolgt im Bewusstsein, dass es auch anders sein könnte und dass es meine Entscheidung ist, es so zu tun.“

Auch ließen sich Lebensverhältnisse nicht mehr nach den bestehenden Kategorien Zeit und Raum verorten – im Gegenteil: das Subjekt selbst wäre nun gefordert, einen aktiven Beitrag zur Konstruktion der eigenen Identität zu leisten. Jedes Subjekt habe dazu unterschiedlich ausgeprägte „materielle, soziale und psychische Ressourcen“ zur Verfügung.
Bezugnehmend auf die Untersuchung von Yasemin Dayıoğlu-Yücel (S. 187-191) gehe ich davon aus, dass Weblogs unter zwei unterschiedlichen Voraussetzungen geführt werden:
1. zur Entwicklung einer kreativen Teilidentität (was hinsichtlich neuerer Untersuchungen zur Nutzung des Internets unwahrscheinlich ist) oder
2. zur Überwindung der Alltagszwänge des reelen Lebens. Was heißen würde, dass die Teilidentitäten nie isoliert von einander betrachtet werden könnten. Oder anders – die Interaktion mit anderen im Weblog (oder anderen Formen) regt zur Reflexion mit dem Ich (bzw. Selbst) an.

Weitere Literatur zum Thema "Identitätskonstruktion": Keupp, Heiner ua.: Identitätskonstruktionen. Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne, 1. Auflage 1999, Reinbek 2006.

Protokoll zur 5. Einheit des Seminars „Vom Tagebuch zum Weblog“ geleitet von Dr. Klaus Schönberger vom 17.11.2006 / (EvaL.)

Thema der Einheit: Weblog-Formate – Zur Typologie der Blogosphäre vorgetragen von MarionM und LydiaM.

1. Im Vortrag wurde ein Überblick über die Typologie der Blogger und der Blogosphäre gegeben. Ein daraus entstandener Diskussionspunkt bezog sich auf die Frage was als Vorteil eines Weblogs im Kontext der Nutzung als Wissensmanagement-Werkzeug gilt und welche Vorteile diesem Medienformat beispielsweise gegenüber einem Forum zugeschrieben werden?
Zu dieser Thematik habe ich einen interessanten Link zu einem Weblogeintrag von Martin Röll gefunden, welcher die Frage behandelt: Weblogs vs. Foren.

Er nennt folgende Vorteile von Weblogs gegenüber Foren:

In einem Weblog habe der Autor die Möglichkeit, die Diskussion selbst kontrollieren zu können im Gegensatz zum Forum, in dem er nur gleichberechtigt mit den anderen Diskussionsteilnehmern intervenieren könne bzw. es nur dem Moderator gestattet sei, einzugreifen. Das Weblog biete die Möglichkeit die Diskussion selbst zu gestalten. (Im Falle des Knowledgeboard wird von einigen Autoren kritisiert, dass Diskussionen sich oft sehr stark vom ursprünglichen Artikel weg entwickeln würden und der Autor nur noch wenig Wert aus ihnen ziehen könne.)

Diskussionen seien wieder auffindbar. Zwar sei es in Foren normalerweise möglich, eine Historie aller eigenen Beiträge oder Diskussionen, an denen man teilgenommen habe zu erhalten, aber mit einem Weblog könne ein Autor seine Diskussionen für sich zentralisieren. Er könne an einer Stelle suchen und alle Inhalte und Diskussionen, an denen er sich beteiligt hat, wieder finden.

Mehr unter:
http://www.roell.net/weblog/archiv/2004/04/17/weblogs_vs_foren.shtml


2. Zur Fragestellung nach den unterschiedlichen Umgangsformen von wissenschaftlichen Arbeiten in Weblogs – hard scientist blogging – möchte ich auf einen für mich sehr ansprechenden Artikel verweisen. Der Beitrag Blogger und Wissenschaftler – Zwei unterschiedliche Kommuniktaionskulturen? (Link siehe unten) auf die Frage ein warum Blogger bloggen, Wissenschaftler forschen und für wen sie es tun.

http://www.media-ocean.de/2005/09/25/nachlese-zkm-tagung-iii-blogger-und-wissenschaftler-zwei-kommunikationskulturen/

Weitere Diskussionen zu dem Thema:

http://oblomow.wordpress.com/2006/02/01/akademiker-so-nicht/

http://technikforschung.twoday.net/stories/1500370/


3. Eine weitere Frage, die im Rahmen der Diskussion behandelt wurde bezog sich auf Politiker-Blogs.
Warum gibt es in Österreich zu Deutschland und Frankreich nur wenige Politiker-Blogs? Eine Übersicht der österreichischen Politiker-Blogs gab der Standard
http://edwohlfahrt.blogs.com/blogdog/2006/08/politikerblogs_.html
und ein Vergleich Österreich – Deutschland findet sich unter:
http://kuechenkabinett.org/archives/2005/09/01/politiker_blogs_in_sterreich.html

Diskutiert wurde weiters, inwiefern man sich sicher sein kann, dass diese Blogs von den Politikern selbst geführt werden? Darüber hinaus stellt sich die Frage inwieweit das Image von Politikern durch Weblogs, die einen persönlichen Ort darstellen, kombinierbar mit einem gut vermarktbaren Image sind. Durch zu persönliche Darstellungen des Politikers könnte sein Status als scheinbar unfehlbare Person angegriffen werden.

Zu dieser Thematik der Politiker-Blogs möchte ich einen weiteren Link zu einem Artikel von Jan Schmidt über Der Politblogger und sein Milieu anführen. In diesem Beitrag stellt er die zweite Studie von „Wie ich blogge?!“ vor und geht dabei näher auf die Spezies der Politblogger ein.

http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/blogger/jschmidt_politblogs_061120.shtml


4. Ergänzend zur bereits geführten Diskussion will ich einen weiteren Denkanstoss geben. Ausgehend von der Annahme, dass das Verhältnis zwischen klassischen Medien und Blogs von einer gewissen Feindseligkeit geprägt ist, könnten Blogs für klassische Medien eine Bedrohung darstellen?
Zu dieser Thematik habe ich einen Beitrag von Michael Schuster gefunden, indem er darauf eingeht, dass es seit der Entwicklung von Weblogs eine Diskussion darüber gibt, ob Blogs Journalismus sind oder nicht. Seit Beginn dieser Diskussion sei bei Journalisten und klassischen Medien sehr viel Angst entstanden, dass Weblogs eine Revolution bedeuten könnten, die zu Lasten der klassischen Medien geht. Aus seiner Sicht ist dies allerdings nicht der Fall, da in Weblogs sehr oft sehr oft Artikel aus klassischen Medien referenziert und kritisiert werden, und so eine Art Gegenöffentlichkeit entsteht, die durch die Blogosphäre erst verbreitet werden.

Mehr unter:

http://www.semantic-web.at/10.36.56.article.michael-schuster-weblogs-koennen-als-katalysator-wirken.htm

Protokoll der 4.Einheit, am 17.11.2006:

Referentinnen: SusanneL., SandraW.
Thema: Tagebuchschreiben – Geschichte eines (weiblichen?) Kulturmusters

Trotz des Mangels an Quellen zum Thema Tagebuchschreiben, gelang es den Referentinnen einen kurzen, historischen Überblick zu geben und zahlreiche Aspekte des Tagebuchschreibens anzusprechen. Diese waren Ausgangspunkt für eine leidenschaftliche Diskussion.

Schwerpunkte in der Diskussion:
· Motive des Tagebuchschreibens
· Arten von Tagebüchern
· Tagebuch vs. Weblog
· Tagebuch bzw. Weblog als wissenschaftliche Quelle und Dokumentationsmittel

Im Referat wurde als Hauptmotiv, für das Verfassen eines Tagebuchs, die eigene Befindlichkeit genannt.
Besonders in Lebensumbruchphasen greifen Menschen auf das Schreiben von Tagebüchern und Weblogs, als Mittel zum Selbstdialog, zurück. Dabei entsteht eine innere Ambivalenz, in Bezug auf das Aufschreiben von Geheimnissen, die möglicherweise eines Tages gelesen werden könnten. Durch das Dokumentieren von Unausgesprochenem kann das Gefühl der Bedrohung beim Partner/ bei der Partnerin ausgelöst werden. In der Diskussion wurde angesprochen, dass Frauen in Tagebüchern seelische Probleme (z.B. das Ende einer Beziehung ) reflektieren und Männer zum Protokollieren und Dokumentieren neigen können. Diese Tatsache wurde aber kritisch hinterfragt.
Zitat: „Das Problem von Männern ist, dass sie glauben sie hätten keines.“

Zu den unterschiedlichen Arten der Tagebücher , wurden Reisetagebücher, das „Journal Intime“, Notizbücher (Moleskine), Traumtagebücher, Kalender und Weblogs genannt.

Bei Weblogs fließt der Aspekt mit ein, dass das Geschriebene einer, oft anonymen Öffentlichkeit zugänglich ist, welche die Möglichkeit hat, Einträge zu kommentieren. Hier hat die Selbstrepräsentation eine große Bedeutung.

In der Forschung können Tagebücher als ergänzende Quellen herangezogen werden. Dazu gibt es Tagebucharchive („Deutsches Tagebucharchiv“, http://www.tagebucharchiv.de/ ) und Publikationen von Feldtagebüchern, die mittlerweile auch in Form von Weblogs existieren.

weblogs-südosteuropa

Als erste wissenschaftliche Plattform im Bereich der internationalen Zentral- und Südosteuropa-Forschung macht Kakanien revisited in diesem Weblog-Forum ein tatsächlich interaktives Kommunikationstool nutzbarzu finden hier

Vom Tagebuch zum Weblog - Zum Wandel eines analogen Kulturmusters

Ein Seminarweblog aus dem Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Karl-Franzens-Universität Graz

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